Glanzloser Auftritt zweier Tabellennachbarn sowie dezente Referee-Leistung

rer/Das Muttertags Meisterschaftsspiel zwischen den beiden Tabellennachbarn, FC Henau und dem Verfolger, FC Neckertal-Degersheim, endete für den Heimklub mit einem glücklichen 2:1 Erfolg.

Unmittelbar nach Spielbeginn kam das Heimteam in Ballbesitz und ein langer Ball von Yannic Nagel auf Dario Regazzoni wurde von diesem auf den freistehenden Cedric Löhrer gespielt. Letzterer verpasste aber die Möglichkeit das schnellste Tor dieser Saison zu erzielen. Durch diese Möglichkeit angestachelt bestimmten die Henauer das weitere Spielgeschehen. Neckertal-Degersheim schien von diesem  Anfangsdruck überrascht zu sein. Ohne wirklich im Spielgeschehen angekommen zu sein, wurde ihnen in der 7. Minute, durch den unsicher wirkenden Schiedsrichter, ein Freistoss zugestanden. Der vielversprechende Abschluss konnte aber durch die Henauer-Abwehr zur Ecke abgewehrt werden. Der daraus resultierende Eckball, mit anschliessender Direktabnahme, avancierte zur Generalprobe für unseren Torwart, Samuel Zünd. Dank guter Aufmerksamkeit und hervorragender Reaktion bestand er diese Prüfung mit Bravour. Zu diesem Zeitpunkt verstanden es die Henauer Aufbauspieler immer wieder, mit langen Bällen ihre Vorderleute zu bedienen. Diese kamen auch mehrheitlich vor das Gästetor, verpassten es aber mehrmals, den fälligen Führungstreffer zu erzielen. In der 16. Minute verpasste Dario Regazzoni sein Scorerkonto zu erhöhen und in der 22. Minute schloss Cedric Löhrer einen Angriff über rechts mit der schönsten, aber uneinträglichen Aktion des Spieles ab. Sein Sidefallschuss strich knapp am linken, oberen Toreck vorbei. Eine Spielsituation später konnte Cedric Löhrer, von seinem Gegenspieler, nur noch mittels eines Fouls von einer guten Abschlussmöglichkeit abgehalten werden. Obwohl der Referee keine Regelwidrigkeit sah, blieb der Henauer Spieler verletzt liegen. Nach kurzem Spielunterbruch und behandelter offener Wunde an der Achillessehne wurde der Angeschlagene von Dario Regazzoni herrlich in die Tiefe geschickt. Cedric Löhrer liess sich diesmal nicht zweimal bitten. Gekonnt nahm er das Leder unter Kontrolle und liess dabei den anstürmenden, gegnerischen Torwart ins Leere laufen, so dass er nur noch zum verdienten 1:0 einschieben musste. Zwei Zeigerumdrehungen später wurde der verletzte Torschütze durch Nando Bürge ersetzt. In dieser Spielphase konnten sich die Gäste aus dem Neckertal nur schwerlich aus der eigenen Defensive befreien. Immer wieder tauchten die, mit langen Bällen bedienten, Henauer Stürmer vor dem Gästetor auf. Sie verstanden es aber nicht die hervorragenden Chancen in Tore umzumünzen. Noch bevor Neckertal in der 41. Minute zu seiner zweiten Abschlussmöglichkeit kam, sah sich Arlind Sopa gezwungen seinen zweiten Spielerwechsel vorzunehmen. Sandro Eisenring ersetzte den unglücklich spielenden Nico Bürge. Vor dem Pausentee erspielten sich Roman Vetsch und Nando Bürge weitere Möglichkeiten, die Führung auszubauen. Während Roman Vetsch den Ball nicht im leeren Tor unterbringen konnte, scheitere Nando Bürge am gegnerischen Torhüter. Arlind Sopa nutzte die Spielpause um seinen Spielern nochmals seine taktischen Vorstellungen zu unterbreiten. Mit Andrin Holenstein für Marvin Wiedemeier schickte er einen erfahrenen Spieler aufs Feld, welcher, die in ihn gesetzten Erwartungen, zu erfüllen versuchte. Leider brach aber eine, nicht ganz ausgeheilte Muskelverletzung wieder auf und der Eingewechselte konnte sein Können nicht präsentieren. Später musste er sogar durch Florian Huber ersetzt werden. Da das Spiel seit dem Pausentee nur noch so vor sich hin plätscherte und sich sämtliche Akteure auf dem Platz nicht gerade von der besten Seite zeigten, entschloss sich Arlind Sopa einen weiteren Spielerwechsel vorzunehmen. In der 61. Minute ersetzte Patrik Gämperli, Roman Vetsch. Trotz dieses Wechsels konnten die Einheimischen das Spieldiktat nicht mehr an sich reissen und entsprechende Akzente setzen. In der 70. Minute liessen die Henauer den Gegner im Mittelfeld gewähren und so kamen die Neckertaler zu ihrer ersten Chance in der zweiten Halbzeit. Gekonnt spielten sie die heimische Hintermannschaft aus und lancierten den 1:1 Ausgleich. Nach diesem Anschlusstreffer sah es lange Zeit so aus, als ob diese schwache Drittligapartie unentschieden ausgehen würde. In der 79. Minute trat Robin Holenstein aus etwa 30 Metern zu einem, an ihm gepfiffenen Foulfreistoss an. Seinen, hoch aufs Tor gezirkelter Schuss, liess der Neckertaler Torhüter, zu Schrecken aller Gästefans, zwischen seinen Armen ins Tor gleiten. So kam die Heimmannschaft zu einer eher glücklichen, aber nicht unverdienten 2:1 Führung. Bis Spielschluss passierte auf dem Platz nicht mehr viel. Alleine einer herrlichen Torhüterparade von Sämi Zünd ist es zu verdanken, dass es kurz vor Schluss nicht nochmals zum Ausgleich kam. Auch die Einwechslungen von Claudio Schmidt und Bujar Sejdi für Yannik Nagel und Liridon Ceka,  kurz vor Spielende änderten nichts mehr an der Tatsache, dass eine schwache und glanzlose Partie, etwas glücklich für die Henauer, mit einem Heimsieg endete.

Schlussendlich kann gesagt werden, dass die drei Punkte Zuwachs wichtiger sind als die gezeigte Leistung auf dem Platz. Unserem Team bleibt auch nicht lange Zeit den verpassten Möglichkeiten nachzutrauern, denn bereits am Dienstag, 14. Mai 2019, können sie um 2015 Uhr in Uznach, Benknerstrasse, zeigen, was sie wirklich für Spielvarianten im Köcher haben.

Für unser Team standen auf dem Platz:

Samuel Zünd, Remo Dal Molin (C), Matthias Maager, Yannic Nagel/89. Claudio Schmidt, Ljiridon Ceka/89. Bujar Sejdi, Marvin Wiedemeier/46. Andrin Holenstein/74. Florian Huber, Nico Bürge/40. Sandro Eisenring, Robin Holenstein (1), Roman Vetsch/61. Patrik Gämperli, Dario Regazzoni, Cedric Löhrer (1)/32. Nando Bürge Hopp Henau